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Schortewitz


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Großsteingrab

Deutschlands südlichstes Großsteingrab

Am nördlichen Ortsrand von Schortewitz befindet sich der "Heidenberg", eine vorchristliche Begräbnisstätte.
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts begannen der Heimatforscher Walter Götze und der Pfarrer Günther Eichhorn mit der ersten wissenschaftlichen Untersuchung des Grabhügels. Vom 20.Mai bis 28. Juni 1913 erfolgte eine für die damalige Zeit beispielgebende sorgfältige Ausgrabung.
Ans Tageslicht kamen im äußersten Kreis des Hügels 11 Erdgräber und kleine Steinkisten, in denen die Personen in „Hockerstellung“ begraben waren. Im Zentrum des Heidenberges wurde ein Großsteingrab von beachtlichem Ausmaß und gut erhaltenen Zustand gefunden. Es wurden mehrere Bestattungsschichten ausgegraben. Grabbeigaben von Schmuck, Keramik und Steinwerkzeugen erlaubten eine Zuordnung der Schichten von der „Salzmünder Kultur“ bis zur „Bernburger“ und „Kugelamphoren Kultur“. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Grab seit der Jungsteinzeit vom 32. bis zum 30. Jahrhundert v.Chr. belegt wurde.
Lange Zeit wurden die Funde in der prähistorischen Sammlung in Köthen präsentiert, ohne dass sie vollständig gesichtet waren. Erst im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde 2002 das Grabungsmaterial neu bearbeitet und restauriert. Die überarbeitete Ausstellung ist in der Prähistorischen Sammlung im Ferdinandbau des Köthener Schlosses zu besichtigen.

Im Ort Schortewitz kann das Großsteingrab in gepflegter Umgebung besichtigt werden. Örtliche Hinweisschilder zeigen den Weg zu diesem bedeutenden Kulturdenkmal.

Dr. Hanna Koepernik