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Natur und Umwelt

Naturschutz und Jagd

im Landschaftsschutzgebiet „Schortewitzer Fuhne-Aue“

Von Osten nach Westen fließend, schlängelt sich seit mehreren Jahrhunderten das Flüsschen Fuhne nur etwa 300 Meter südlich von Schortewitz wie ein blaues Band durch die Landschaft.
Es ist die Fuhne-Aue, die unter besonderem Schutz steht und unseren Respekt verdient. Dieses kleine Landschaftsschutzgebiet entlang der Fuhne ist nicht nur Lebensraum vieler wildlebender Tiere und heimischer Pflanzen, es ist auch den Menschen, die hier im schönen Schortewitz leben, sehr ans Herz gewachsen. Die Naturfreunde schätzen diese grüne Oase direkt vor ihrer Haustür für erholsame Spaziergänge und halten ein wachsames Auge darauf.
So nimmt es nicht wunder, dass diese kleine Flussauenlandschaft mit ihren Feuchtwiesen und Gräben sowie ihren alten und jungen Baumbeständen unter Landschaftsschutz steht. Hunderte Kopfweiden entlang der Fuhne, entlang der Gräben und Wege sind dank der Anpflanzungen und Pflegearbeiten, die nach der Wiedervereinigung verstärkt durchgeführt wurden, charakteristisch und prägend für dieses Landschaftsbild. Voraussetzung hierfür war, das ortsansässige Jäger dieses wunderschöne Revier wieder pachten konnten und mit Fleiß und Liebe dieser Landschaft einen Baum- und Strauchbestand wie in früheren Zeiten bescherten, den es unbedingt zu schützen gilt.
Solche Hegermaßnahmen, die sich bis in die heutigen Tage fortsetzen, dienen dem Erhalt und der Verbesserung des Lebensraumes unserer wildlebenden Tiere. Dabei muss unbedingt erwähnt werden, dass viele geschützte Tierarten diese Feuchtgebietslandschaft zum Überleben und zum Erhalt ihrer Art benötigen. Hier sollen sie leben und ihre Jungen aufziehen.
Seit mehreren Jahren brütet in der letzten Schilfbrache ein Brutpaar Rohrweihen. Die Rohrweihe gehört zu den bodenbrütenden Greifvögeln und steht auf der Roten Liste von Sachsen-Anhalt der vom Aussterben bedrohten Tiere. Seit 2004 hat auch der Elbe-Biber, der ebenfalls auf der Roten Liste steht, hier seinen Lebensraum gefunden und am Mittelgraben seine Biberburg errichtet. Die Tatsache, dass der Biber seinen Lebensraum selbst gestaltet, stellt für uns Jäger eine neue Herausforderung in der Biotophege dar. Geht es doch darum, dem geschützten Elbe-Biber und der Landschaft als Lebensraum aller übrigen Tiere und Pflanzen gleichermaßen gerecht zu werden.
Insgesamt kann gesagt werden, dass viele geschützten Tier- und Pflanzenarten hier in der Schortewitzer Fuhne-Aue, besonders im westlichen Teil, eine Nische zum Überleben gefunden haben. Nicht ohne Stolz verweisen wir auf einen guten Rehwild- und Fasanenbesatz. Ganz hervorragend ist der Besatz an Stockenten.
Das Ziel der ortsansässigen Jäger besteht darin, den inzwischen wieder artenreichen und gesunden Wildtierbesatz durch den Schutz des entsprechenden Lebensraumes zu erhalten und eine behutsame und nachhaltige Bewirtschaftung des uns anvertrauten Reviers zu betreiben.

Wir hoffen, Ihr Interesse geweckt zu haben. Vielleicht können wir Sie ja bald schon beim Spaziergang auf den Wegen durch die Fuhne-Aue begrüßen.

Die Jägerschaft
vom Revier Schortewitz

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